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Majolika-Center in Mosbach eröffnet Gelungenes Flächenrecycling und beispielhafte Innenentwicklung Am 12. November 2009 wurde das neue „Fachmarktzentrum Majolika“ feierlich eröffnet. Das Einkaufs- und Dienstleistungszentrum bietet ein ZG Raiffeisen, ein Fitnessstudio, Netto-, Takko-, Schlecker- und TeDi- Filialen, sowie einen Friseur und Telekommunikationsladen. Einen großen Beitrag zur Realisierung dieses Vorhabens leistete die Stadt Mosbach. Sie trug neben der Abbruchskosten auch die Verantwortung für die Baureifmachung des Geländes und die Gestaltung des Umfeldes. Entstanden sind dabei eine neue Straße entlang der Bahn, ein Kreisverkehr in der Eisenbahnstraße und durch die Sanierung der Fußgängerunterführung eine neue Anbindung an die Innenstadt. Die Stadt Mosbach investierte dafür 2,5 Mio. Euro, wovon 1,2 Mio. Euro aus Landeszuschüssen gedeckt wurden. Damit ist das bauliche Vorhaben jedoch längst nicht abgeschlossen. Anfang 2010 beginnen die Arbeiten zum „Kopf“ des Areals, das Post- und Bürogebäude beinhalten soll. Bereits 1888 verlegte der Industrielle Friedrich Nerbel seine Fabrik in die Eisenbahnstraße. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die zerstörte Mosbacher Majolika wieder aufgebaut, erweitert und von Kohle- auf Elektrobrand umgestellt. In den 1980er Jahren schließlich kam das Aus für die Firma Nerbel. Der Nachfolger `Mosbacher Keramik` produzierte Ofenkacheln, bis 2001 die Fabriktore endgültig geschlossen wurden. Die Industriebrache „Majolika“ stellte für die verantwortlichen Planer nicht gerade ein einfaches Projekt dar. Das Areal war mit erheblichen Altlasten versehen. Hinzukam, dass mit der Güterhalle und dem Lagerschuppen der Deutschen Bahn AG in direkter Nachbarschaft für eine weitere Brachfläche städtebauliche und finanzierbare Lösungen gefunden werden mussten. Mit viel Engagement gelang es der Stadt Mosbach, für das Areal Fördergelder aus dem Landessanierungsprogramm zu erhalten. Als Investor entschied man sich für die Grundinvest- Süd, die u.a. die Nähe der ehemaligen Ofenfabrik zur Altstadt überzeugte. Die gelungene Umsetzung spricht auch Mieter an. Beinahe alle Räume sind bereits verpachtet. Auch das Umweltkompetenzzentrum sieht das „Majolika- Center“ als ein musterhaftes Exempel für ein gelungenes Flächenrecycling und eine beispielhafte Innenentwicklung. |