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Intelligent bauen, Umwelt schonen Wormser Zeitung 15. November 2007 von Gerhard Bühler MANNHEIM Von einigen Unternehmen gerade in Mannheim und Ludwigshafen noch unbemerkt, setzt sich der "Verein Umweltkompetenzzentrum Rhein-Neckar" aus Heidelberg für eine Bündelung der Kompetenzen im Umweltsektor in der Metropolregion ein. Als Teil eines Netzwerks fördert das Kompetenzzentrum den Wissenstransfer zwischen innovativen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen. Zu den Mitgliedern gehören neben Hochschulen aus Heidelberg und Mannheim renommierte Einrichtungen im Umweltbereich wie das "ifeu" (Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg), Großunternehmen wie die BASF und mittelständischen Betrieben der Klima- und Haustechnik. In seinen Zielen will das Umweltkompetenzzentrum (Ukom) die Umweltbilanz der Region verbessern helfen und zur Vermarktung der hier gewonnenen Kompetenz beitragen. Als zukunftsweisendes Konzept eines Büroneubaus stellte der Verein jetzt das Null-Emissions-Haus "Der Turm" (Alte Glockengießerei) vor. Das Gebäude kann ohne den Einsatz von fossilen Brennstoffen mit Wärme und Kälte versorgt werden und spart jährlich 5200 Liter Heizöl sowie den Ausstoß von 14 Tonnen CO2. Auch wenn in Deutschland in Bezug auf die Umwelt vor allem der effiziente Umgang mit der Wärme im Vordergrund stehe, sei das Gebäudekonzept mit seiner Fähigkeit zur Kühlung gerade in klimatisch wärmeren Zonen von größtem Interesse, wie Vereinsvorstand Günter Liesegang, im Hauptberuf Ordinarius für Betriebswirtschaft der Uni Heidelberg, betonte. Wie der Kühlbedarf zuerst durch intelligente Architektur vermieden, dann mit natürlichen Quellen verringert und der verbleibende Bedarf mittels Geothermie gedeckt werden kann, erläuterte die Heidelberger Architektin Christiane Hauss anhand des Büroturms "Alte Glockengießerei". Neben einem Fensteranteil von 45 Prozent und starker Dämmung der Außenwände gehöre dazu auch die Steuerung einer Lüftungsanlage, die nachts im Sommer die Geschossdecken abkühlt und als "Kältespeicher" nutzt. "Die Energie der Wärmepumpe, die mit Hilfe der Erdwärme für Kühlung oder Heizung sorgt, wird durch eine Photovoltaikanlage erzeugt", nennt Hauss einen nur um etwa 15 Prozent erhöhten Herstellungspreis gegenüber konventioneller Bauweise, der sich bei drastisch verringerten Betriebskosten zudem schnell zu rechnen beginne.
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